Erklärung - Triggerpunkte (TrP)

1942 prägte Dr. Janet Travell den Begriff, zur Beschreibung von Knötchen innerhalb von Muskelfaszien mit den Merkmalen:

  •  Schmerzen können durch neurologische Untersuchungen nicht erklärt werden
  • Der Druck auf den TrP erzeugt ein spezifisches und reproduzierbares Ausstrahlungsmuster, so empfindlich das man häufig zusammenzuckt. Dies bezeichnet man als "jump sign"
  • Sie können sich über mehrere Dermatome ausbreiten, was dazu führt das viele Menschen die Schmerzen bei der Behandlung in anderen Regionen spüren (übertragener Schmerz)

Die Größe variiert von Stecknadel über Erbsengröße bis zu großen Knoten oder auch strangartigen Verhärtungen. Sie entstehen durch Überlastungen, Verspannungen oder Verletzungen.

Wenn zum Beispiel das Zwerchfell (Hauptatemmuskel) nicht richtig funktioniert, wird die Halsmuskulatur (Atemhilfsmuskeln) überbeansprucht um den Oberkörper bei der Einatmung nach oben zu ziehen. Daraus entwickeln sich Veränderungen im Gewebestoffwechsel und daraus Triggerpunkte.

 

Die Untersuchung der Pathophysiologie hatte ergeben das eine Gewebshypoxie, eine vermehrte akute inflammatorische Kaskade und ein niedriger pH-Wert (Azidose) vorhanden waren. Zudem kommt es zu einer verstärkten Freisetzung der Substanz P (Überträger von Schmerzsignalen)

 

  Es gibt Unterschiede:

  • zu einem neuralen übertragenen Schmerz

Bei den Triggerpunkten kommt es nicht zu einem Verlust der Sensitivität. Beim Krafttest ergibt sich eine Schwäche, verursacht durch einen lokalen Muskelgewebsdruck aber kein Verlust der Kraft. Auch der tiefe Sehnenreflex wird im Gegensatz zum radikulären Geschehen nicht beeinträchtigt.

  • Zu Akupunkturpunkten

Während sich die Akupunkturpunkte entlang von elektromagnetischen Energiebahnen entwickeln, treten TrP's im myofaszialen Gewebe auf, welche bei der Stimulation ihr spezifische Schmerzmuster aufweisen. Es gibt Hinweise auf eine wirksamere Linderung der Beschwerden, wenn sich ein Triggerpunkt an der Stelle eines Akupunkturpunktes befindet. 

 

In der Theorie wird das bioenergetische Feld von der Faszie selbst erzeugt. Man geht der Vermutung nach das sich TrP's entlang einer veränderten energetischen Aktivität und bei veränderten Belastungsmustern entwickeln.

 

  Einfluss von Nahrung und Biochemischen Faktoren: 

 

Es besteht die Behauptung das verschieden Einflüsse die chronischen, myofaszialen Schmerzzustände beschleunigen als auch aufrechterhalten können.

  • Hormonell zu erwähnen: Östrogenmangel, Schilddrüsenunterfunktion
  • Mangel an Vit.C, Vit. B1, B6, B9-Folsäure, B12, Magnesium, Zink, Vit.D.

Auch ein Wert an der unteren Grenze der Norm sind für einige Menschen schon ein Problem.

  • Eisenmangel - 15-20ng/ml zeigen einen geleerten Eisenspeicher an, auch hier sollte unbedingt für eine Auffüllung gesorgt werden, damit die Symptom sich langfristig verbessern.
  • Cytochromoxidase ist wichtig in der Atmungskette der Mitochondrien und spielen eine Rolle beim Sauerstoffverbrauch und Energiegewinnung.

Bei Störungen kommt es zu Müdigkeit, Kälteempfinden, extremer Erschöpfung bei Sport und Muskelschmerz

 

 

  Körperhaltung

 

Es ist bekannt das Bewegungsmangel und unergonomische Haltung Schmerzen verursachen. Sie entwickeln chronische Triggerpunktsyndrome. Besonders betroffen sind Büro/Bildschirmarbeiten. Ein geschulte Beratung der Zusammenhänge zwischen Schmerzsymptom und tägliche Fehlhaltung sind unerlässlich für langanhaltende Schmerzfreiheit.

dry needling - intramuskuläre Stimmulation (IMS)

die Technik

...ist relativ einfach..

Die Akupunkturnadel wird in den TrP gestochen bis eine Reaktion sichtbar oder spürbar wird.

Es gibt verschieden Techniken der Behandlung.

D.N. kann innerhalb von 2-8 Std. nach der Behandlung lokale Schmerzempfindlichkeit verursachen.

Zusätzlich kann es zu kleineren Einblutungen kommen, welche ungefährlich sind.

 

Diese Technik sollte nur von dafür ausgebildeten Therapeuten durchgeführt werden, da es trotz der Einfachheit zu starke Problemen durch Unwissenheit kommen kann. 


Folgen

Nach der Behandlung des betroffenen Gebietes kommt es zu einer Verbesserung des Stoffwechsels im Gewebe und der Körper hat eine Möglichkeit dort "aufzuräumen".

Durch die Verbesserung der Durchblutung kann der Muskel wieder entspannen.

Um den Prozess zu unterstützen sind regelmäßige Dehnübungen sinnvoll. 

Nachbereitung

Die Tage nach der Behandlung können sich wie Muskelkater anfühlen. Es ist ratsam:


Keine Wärme auf die behandelten Areale zu bringen.
Keinen zusätzlichen Zucker in Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen.
Wasser und ungesüßte Getränke sind willkommen.
Dehnung der Muskelketten sollten mehrmalig über die Tage vollzogen werden.

Zum Schluß

Posivtes Denken und Wahrnehmen, die Dinge mal aus einer anderen Richtung zu betrachten ist immer erlaubt und unabdingbar...